Kontakt
Zahnarztpraxis Oliver Oettrich
Praxis

Juni 2018 – Diabetes und Parodontitis: ein fatales Duo

Vielen Patienten ist bekannt, dass Diabetes auch die Mundgesundheit beeinträchtigt und zum Beispiel Zahnfleisch- und Zahnbettentzündungen (Gingivitis und Parodontitis) begünstigt. Die Blutgefäße werden durch den hohen Zuckerspiegel geschädigt, das Zahnfleisch neigt eher zu Entzündungen.

Was viele jedoch nicht wissen: Die Mundgesundheit beeinflusst umgekehrt auch den Diabetes. Eine schwere Parodontitis verringert die Wirkung von Insulin. Somit kann die Entzündung den Blutzuckerwert verschlechtern und die Einstellung des Blutzuckers erschweren. Sind Zähne und Zahnfleisch gesund, lässt sich die Zuckerkrankheit leichter einstellen und kontrollieren. Bei Patienten mit Diabetes ist die Mundgesundheit demnach besonders wichtig.

Was können Diabetiker für ihre Mundgesundheit tun?

Diabetiker können das Risiko für Entzündungen wie die Parodontitis durch Vorsorgemaßnahmen verringern und so einem erhöhten Blutzuckerspiegel entgegenwirken bzw. diesen senken. Dazu gehören:

  • Die gründliche eigene Mundpflege mit zusätzlichen Hilfsmitteln wie Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen
  • Die Verwendung einer Zahncreme mit antibakteriellen und antientzündlichen Wirkstoffen
  • Die Wahrnehmung der routinemäßigen Kontrollbesuche beim Zahnarzt
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Durch die gründliche Entfernung von Zahnbelägen werden die Gesamtzahl der Bakterien und entzündliche Prozesse vermindert. Wie oft eine solche Reinigung durchgeführt werden sollte, hängt vom persönlichen Erkrankungsrisiko ab.
  • Falls bereits eine Parodontitiserkrankung besteht: sowohl eine konsequente Behandlung als auch eine regelmäßige Nachsorge (auch „Parodontitisprophylaxe“).

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Eine fortgeschrittene Parodontitis beeinträchtigt die Allgemeingesundheit (Herz-Kreislauf-System, Rheuma) und den Verlauf von Schwangerschaften, weil Parodontitisbakterien in die Blutbahn und damit in den gesamten Körper gelangen. Darüber hinaus haben Diabetespatienten mit starker Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen und Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

Wie erkennt man Parodontitis?

Das Tückische an der Parodontitis ist, dass die Entzündung in der Regel ohne eindeutige Symptome und Beschwerden verläuft. Patienten bemerken daher eine entsprechende Erkrankung meist nicht selbst. Gerade deshalb sind regelmäßige Kontrolltermine in der Praxis so wichtig.

Mögliche Symptome einer Parodontitis können jedoch sein:

  • Häufigeres Zahnfleischbluten
  • Gerötetes Zahnfleisch • Zahnfleischschwellungen
  • Schlechter Geschmack im Mund / Mundgeruch
  • Zahnfleischrückgang
  • Höhere Schmerzempfindlichkeit der Zähne
  • Einzelne Zähne haben sich etwas gelockert

 

Zur nächsten Juni-News: Das bedeutet „Endodontie“